Ich habe Führung nicht studiert

Ich heiße Michael Stegmayer. Ich arbeite mit Inhabern und Führungskräften daran, dass ihr Team auch dann liefert, wenn sie nicht im Raum sind.

Vorher habe ich vierzehn Jahre Profifußball gespielt und danach zehn Jahre im Management eines Profivereins gearbeitet. Was ich dort gesehen habe, funktioniert in einer Firma mit elf Leuten genauso. Die Mechanik ist übertragbar, die Kulisse nicht.

Michael Stegmayer

Was ich heute mache

Ich helfe Inhabern und Führungskräften, den Engpass aufzulösen, der sie selbst sind.

Das klingt hart, und es ist auch so gemeint. Die meisten, mit denen ich spreche, sind die besten Fachleute in ihrem eigenen Bereich. Sie können alles, sie entscheiden alles, und genau deshalb bleibt alles bei ihnen liegen. Es wächst nur bis zu der Grenze, die durch einen Schreibtisch passt.

Meine Arbeit ist nicht, dass du besser wirst. Du bist schon gut. Meine Arbeit ist, dass dein Team so aufgestellt ist, dass es ohne dich funktioniert.

Wo das herkommt

Aus vierzehn Jahren Profifußball und zehn Jahren Vereinsmanagement.

Ich habe mit sechs Jahren angefangen, bei meinem Vater als Trainer. Über Ulm bin ich mit sechzehn nach München gekommen, von der U15 bis zur U20 war ich Jugend-Nationalspieler. Profi war ich von 2002 bis 2016, danach war Schluss mit Spielen.

Ab 2016 saß ich auf der anderen Seite: erst Teammanager, ab 2023 Leiter der Organisation in der Lizenzspielerabteilung. Dazu das Zertifikat „Management im Profifußball“ bei DFB und DFL, 2021 bis 2023.

Studiert habe ich das nie. Ich habe zehn Jahre lang erlebt, wie aus Talent Leistung wird. Und wie sie wieder verschwindet.

Was ich dabei gelernt habe

Es lag nie an den Leuten.

Ich habe Mannschaften gesehen, die mit weniger Talent mehr erreicht haben. Und Mannschaften mit teuren Spielern, die nicht funktioniert haben. Der Unterschied lag jedes Mal daran, ob jemand die Struktur gebaut hat, in der Leistung überhaupt entstehen kann.

Ein Beispiel, das mich Jahre gekostet hat. Zu Saisonbeginn haben wir für jeden Bereich messbare Ziele mit Termin ins Protokoll geschrieben. Sauber gemacht, alle waren dabei, alle haben zugestimmt. Dann haben wir keinen Termin gesetzt, an dem wir wieder draufschauen. Aufgeschlagen haben wir das Protokoll ein Jahr später. Die Hälfte war nicht passiert.

Nicht weil jemand faul war. Weil niemand dazwischen gefragt hat.

Seitdem weiß ich: Ein Ziel ohne Termin, an dem jemand hinsieht, ist eine Absichtserklärung.

Was davon in deine Firma passt

Das meiste davon braucht weder einen Ball noch einen Verein.

Ein Maßstab, den man vorzeigen kann. Frag drei Leute, woran man erkennt, dass eine Aufgabe richtig gut gemacht ist. Kommen drei verschiedene Antworten, hast du kein Leistungsproblem. Du hast ein Maßstab-Problem.

Ein Takt, in dem jemand hinsieht. Ohne festen Rhythmus aus Rückblick und Ausblick ist jeder Maßstab nach sechs Wochen tot. Das ist keine Kontrolle, das ist der Unterschied zwischen einem Plan und einem Protokoll im Schrank.

Rollen statt Personen. Wer an Personen baut, verliert mit jedem Abgang ein Stück Firma. Wer an Rollen baut, verliert einen Mitarbeiter.

Für wen ich arbeite

Für Inhaber, Geschäftsführer, Abteilungsleiter und alle, die ein Team führen.

Dienstleister, Handwerk, Handel, Vertrieb. Fachlich top, seit Jahren im Geschäft, und seit einer Weile bewegt sich nichts mehr richtig. Nicht wegen der Kunden. Weil jede Entscheidung noch über einen Tisch läuft.

Wenn du beim Lesen genickt hast, bist du gemeint.

Häufige Fragen

Warst du Trainer?

Nein. Ich war Teammanager und später Leiter der Organisation, also die Seite, die dafür sorgt, dass eine Mannschaft überhaupt arbeiten kann. Aufstellungen habe ich nie gemacht. Was ich kenne, ist die Struktur drumherum, und genau die fehlt in den meisten Firmen.

Was hat Fußball mit meiner Firma zu tun?

Der Sport ist nur die Stelle, an der ich es gesehen habe. Ein Verein ist eine Organisation, in der jede halbe Übergabe am Wochenende auffällt, weil am Samstag alle zusehen. Dadurch merkst du Fehler schneller als anderswo. Die Fehler selbst sind dieselben.

Muss ich Inhaber sein?

Nein. Das meiste davon gilt für jeden, der ein Team führt, ob als Geschäftsführer, Abteilungsleiter oder Teamleiter. Der Unterschied ist nur, wie weit dein eigener Rahmen reicht. Wer nicht über Budgets entscheidet, zieht die Grenze eben dort, wo seine Befugnis endet. Die Mechanik dahinter bleibt dieselbe.

Wie fange ich an?

Mit dem Hörbuch. Es kostet nichts, dauert eine Autofahrt und erzählt sechs Situationen, in denen Abgeben schiefgeht. Wenn du danach denkst, das war nichts, hast du eine Fahrt investiert.

Ich habe beim Abgeben jeden Fehler selbst gemacht. Du nimmst die Abkürzung.

Ja, ich will die Abkürzung